Marathon als professioneller Spitzensport

Marathon hat sich im Laufe der Jahre zu einem professionellen Spitzensport entwickelt. Darüber hinaus zählt der olympische Marathon nach wie vor zu den angesehensten Laufdisziplinen. Diese Disziplin ist damit ein wichtiger Bestandteil des Arbeitspensums zahlreicher Langstreckenläufer.

World Marathon Majors

Die World Marathon Majors sind eine Serie von Marathonläufen, welche über zwei Jahre gewertet werden. Für die Wertung zählen die Groß-Marathons in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York, beziehungsweise die Leichtathletik-WM oder die Olympiade.

Bei den World Marathon Majors werden die besten fünf Männer und Frauen anhand eines einfachen Punkte-Systems ermittelt. Ein Preisgeld in der Höhe von einer Million Dollar wird gleichmäßig zwischen den besten Athleten bzw. Athletinnen verteilt.

Strenge Regeln für Weltrekorde

Oldenburg_5Soll ein Marathonlauf für den offiziellen Weltrekord der International Assocation of Athletics Federations (IAAF) gelten, müssen einige spezielle Kriterien beachtet werden.

Sind Start- und Zielpunkt voneinander getrennt, darf die Entfernung voneinander nicht mehr als 50 Prozent der Streckendistanz betragen. Zusätzlich darf zwischen Start und Ziel die Höhe um nicht mehr als 42 Meter abnehmen. Beide Regeln haben den Hintergrund, dass damit Strecken von den Weltrekordlisten ausgeschlossen werden, welche aufgrund des Gefälles oder anderer Naturgegebenheiten eine schnellere Zeit begünstigen.

Beim Marathonlauf werden Weltrekordlisten von der IAAF erst seit dem 1. Januar 2004 geführt. Der erste offizielle Weltrekord wurde jedoch bereits im Jahr 2003 gelaufen, da man Paul Tergats Rekord rückwirkend anerkannte.

Interessantes Detail am Rande: Die sechs offiziellen Marathon-Weltrekorde wurden alle im Berlin-Marathon gelaufen. Die Weltbestzeit beträgt zurzeit 2 Stunden 2 Minuten und 57 Sekunden und wurde 2014 von Dennis Kipruto Kimetto aus Kenia erzielt.